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Eine Ausstellung rund um die Neuerwerbung
Die Ausstellung stellt das 2025 erworbene und inzwischen restaurierte Gemälde „Der Maler im Patrizierhause“ in den Mittelpunkt und ergänzt dieses mit Zeichnungen aus dem Bestand der Stadt und des Heimatvereins Borken e.V., die sich direkt auf Motive des Bildes beziehen.
1889 wurde das Gemälde unter seinem heutigen Titel „Der Maler im Patrizierhause“ auf der Kunstausstellung der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Dresden gezeigt. Es entspricht dem damals vorherrschenden Stil der Genremalerei Düsseldorfer Schule und nimmt Bezug auf Vorbilder niederländischer Meister des 17. Jahrhunderts. Viele Aspekte des Bildes regen zu Geschichten an: Es geht um das Sehen und Verbergen, um die Malkunst, den Wandel der Kinderbildnisse, ein altes Sprichwort, aber auch alle fünf Sinne sind thematisiert und vieles mehr.
Unter dem Titel „Kunst bringt Gunst“, der auch für die aktuelle Studioausstellung gewählt wurde, stellte Julia Schily-Koppers wenig später, im Jahr 1891, auf einer großen Internationalen Kunstausstellung in Berlin ein weiteres Gemälde aus. Der Katalog der Ausstellung von 1891 enthält keine Abbildungen, so dass lange unbekannt war, was auf dem Gemälde zu sehen war. Inzwischen ist eine historische Fototafel eines Gemäldes bekannt, welche eine fast identische Komposition des „Malers im Patrizierhause“ mit dem Titel: „Kunst bringt Gunst“ versieht. Daher ist es wahrscheinlich, dass Julia Koppers 1891 in Berlin genau das Gemälde oder eine Variante davon präsentierte, welches nun zur Sammlung der Stadt Borken gehört.
Erweitert wird die Ausstellung um weitere Werke der Genremalerei der Borkener Malerin.

Julia Schily-Koppers: Maler im Patrizierhaus, 1889. Sammlung der Stadt Borken

