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Nina Bruchhaus, Safespace, 2025 © Nina Bruchhaus; VG Bild und Kunst, Bonn 2026
In der ersten institutionellen Ausstellung in ihrer Geburtsstadt Borken, lässt sich die mittlerweile in Berlin lebende Künstlerin Nina Bruchhaus (1990) auf einen Dialog mit der Position von Julia Schily-Koppers ein. Bruchhaus beschreibt ihren künstlerischen Prozess als forschendes Tätigsein. Sie nutzt die Malerei nicht nur als Medium der Gestaltung, sondern als Werkzeug zum Nachdenken und erkennen. Die gezeigten Werke stehen in Resonanz mit der zeitgenössischen Gesellschaft, Themen ihrer Herkunft und der Sammlung des Hauses. Ausgangspunkt inhaltlicher Auseinandersetzungen sind die Erfahrungen der Künstlerin selbst, die sich von einer persönlichen auf eine allgemeine Ebene entfalten – wie im Werk Selbstbewusste Unschuld (2022-25) deutlich wird. Wie der Titel andeutet, regt Bruchhaus zu einem Perspektivwechsel an: Eigenschaften, die traditionell als weiblich gelten – etwa Sanftheit, Berührbarkeit und Emotionalität – werden als Ausdruck von Selbstbewusstsein verstanden. So gesehen erhalten Werte wie Fürsorge und Zärtlichkeit eine neue – wie sie findet, angemessene - Wertschätzung.





Nina Lamiel Bruchhaus wurde 1990 in Borken geboren. Von 2015 bis 2022 absolvierte sie an der Universität der Künste Berlin ein Studium der Bildenden Kunst. Ihre Professoren waren Valérie Favre, Petra Darimont und Robert Lucander. Teil des Studiums war ein Aufenthalt in Japan 2019/20, den sie für das Studium der Japanischen Malerei in Tokyo nutzte. 2022 war sie auf der shortlist der Nominierten für den Bundespreis für Kunststudierende. Derzeit promoviert sie an der HFBK Hamburg und an der AdBK München und erhielt dafür 2025 das Promotions- und Studienstipendium des Cusanuswerk. Sie konnte u.a. bereits Einzelausstellungen in der Galerie CONRADS in Berlin und in der art tausch gallery New York realisieren und war an Gruppenausstellungen beteiligt. Zuletzt stellte sie im Westwendischen Kunstverein in Gartow mit Susanne Ring aus. Die Ausstellung im FARB ist ihre erste Einzelausstellung in ihrem Geburtsort.