Mit Start des Jubiläumsjahres 2025/26 haben sich 17 heimische Fotografinnen und Fotografen mit der Frage beschäftigt, wie ihre Heimatstadt Borken sich im stetigen Wandel der Zeit behauptet. Die Foto-Ausstellung „Borken fragil“ im Forum Altes Rathaus Borken (FARB) zeigt ab dem 28. Mai 2026 Resultate dieser künstlerischen Auseinandersetzung in 38 Bildern.
„Die Heimatstadt ist für die meisten von uns ein festes Gebilde, das dauerhaft Bestand hat. In diesen Mauern bewegen wir uns. Hier wohnen, arbeiten und leben wir. Hier sind wir soziale Bindungen eingegangen“, so Ewald Kremer, Initiator des Bürgerprojektes. „Jubiläen werden zu Recht gefeiert. Man schaut mit Stolz auf Erreichtes zurück. Doch das Stadtjubiläum könnte auch Anlass sein, diese Wahrnehmung einmal zu hinterfragen.“ Die Stadt sei ständigen Veränderungen unterworfen. „Mal gestalten wir diesen Wandel aktiv, mal lassen wir ihn einfach geschehen, mal nehmen wir ihn nicht einmal wahr“, so Kremer. „Die Fotoausstellung soll zeigen, dass die Heimatstadt und ihr soziales Gefüge ein zerbrechliches Gebilde sind, das Aufmerksamkeit und Pflege benötigt“, erklärt er den Grundgedanken der Ausstellung.
In ihren Bildern erfassen die beteiligten Fotografinnen und Fotografen diese Fragilität und Vergänglichkeit. Sie haben Orte und Szenen fotografiert, an denen Alterung und Vergehen, aber auch Aufbruch und Erneuerung deutlich werden. Kurze Texte zu den Bildern geben Erklärungen und fordern zur Auseinandersetzung auf.