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Künstlerkolonien sind ein bedeutendes kunst- und kulturgeschichtliches Phänomen des 19. und 20. Jahrhunderts in ganz Europa. Sie beginnen um 1830 gleichzeitig in Deutschland und Frankreich und erleben ihre Blütezeit zwischen 1870 und 1910.
Sehnsucht nach Abgeschiedenheit gepaart mit romantischen Vorstellungen von ländlicher Idylle und der Suche nach einem naturnahen Leben in „Freiheit“ locken die Künstler von der Stadt auf das Land. Das Leben war hier billiger und der gemeinsame Aufenthalt förderte den künstlerischen Austausch untereinander. Daher sind in den Künstlerkolonien um 1900 auch viele Künstlerinnen zu finden, denen der Zugang zu den Akademien noch bis 1919 verwehrt war. Wenngleich die Käuferschicht für die in den Kolonien entstandenen Werke in den Städten zu finden war, entstand auch vor Ort nach und nach ein Absatzmarkt.


Helene Heegewaldt (1864—1907)
Frühlingstag, um 1900
Öl auf Leinwand, 70 x 50 cm
Stiftung Kunstmuseum Ahrenshoop, Dauerleihgabe aus Privatbesitz
© Foto Kunstmuseum Ahrenshoop
Das Kunstmuseum Ahrenshoop verfügt über mehr als 800 Gemälde, Grafikkonvolute und Skulpturen. Die museumseigenen Sammlungsbestände werden durch Leihgaben der Gemeinde Ahrenshoop, des Förderkreises Ahrenshoop e. V., der FAMAKunststiftung und zahlreicher privater Leihgeber ergänzt. Das Sammlungsprofil umfasst Werke der Gründergeneration, Werke der klassischen Moderne, Positionen einer gegenständlichen Kunst der 1920-er bis 1940-er Jahre bis zu Positionen der Kunst in der DDR. Zeitgenössische Werke, die nach der Wiedervereinigung entstanden, bilden die Brücke in die Gegenwart. Dieser Sammlungsbestand wird durch Ankäufe und Zustiftungen kontinuierlich erweitert.
Das von Staab Architekten Berlin entwickelte architektonische Konzept ist der Versuch einer Transformation des ländlichen lokalen Bautypus in eine zeitgemäße Museumsarchitektur. Ausgehend von einer Gruppe rohrgedeckter Häuser wurde ein Ensemble von fünf Einzelhäusern entwickelt, deren Ein-Raum-Form die Gestalt der Ausstellungsräume bestimmt. Durch das Verschmelzen der Dachformen entsteht ein skulpturaler Baukörper, der sich selbstverständlich in die Maßstäblichkeit der Nachbarschaft einfügt und eine neuartige Zeichenhaftigkeit für dieses auch überregional so bedeutende Museum entwickelt.
