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Mittels Planierwalzen und Pigmenten bilden Susanne von Bülow und Ruppe Koselleck öffentlichen Grund zum Preis des örtlichen Bodenrichtwertes ab. Dabei erstellt das Künstlerpaar Prägedrucke des Bodens nach seiner realen Beschaffenheit auf Büttenpapier und zeigt wie schön, wertvoll, staubig oder günstig Borkener Böden sind.
Die Performance ist Teil des künstlerischen Langzeitprojektes: Grund und Boden, das den urbanen Raum mittels einer Planierwalze und eines künstlerischen Druckverfahrens ausmisst. Terrestrische Alleinstellungsmerkmale wie das besondere Straßenpflaster, Vermessungspunkte oder Gullideckel werden dabei auf Büttenpapier fixiert. Während der druckgraphischen Performance ergeben sich vielfältige Dialoge zwischen den Künstlern, dem Walzenfahrer, Anwohnerinnen und Anwohnern und Passanten, die den öffentlichen Raum betreffen. Der Kaufpreis für die Prägedrucke richtet sich dabei immer nach den Bodenrichtwerten des jeweiligen Stadtteils, in dem die künstlerische Arbeit entstanden ist. Dieser gutachterlich ermittelte Wert bildet damit die ökonomische Situation ab.
Denn nicht der Künstler - die Lage macht den Preis.
So enstehen Druckgrafiken mit hoher Ähnlichkeit zu extrem divergierenden Kaufpreisen. Das Künstlerpaar von Bülow/Koselleck hat schon in ganz Europa und an vielen Orten in Deutschland und NRW den Boden gedruckt. Nun machen sie Station in Borken und laden zur Planierwalzenpromenade ein.

Zu gleichen Zeit präsentiert sich die Druckwerkstatt am neuen Standort mit ihren Angeboten. Von 10-16 Uhr Tag der offenen Tür in der Druckwerkstatt (Im Piepershagen 17).


Inspririert von Robert Musils: "Es gibt nichts auf der Welt, was so unsichtbar wäre wie Denkmäler" macht Garvi Dickhof durch seine Performance diese wieder sichtbar. Skulpturen oder Brunnen, die am Wegesrand ihr wenig beachtetes Dasein fristen, werden wieder ins Bewusstsein gebracht, indem sie mit Hilfe von Bauklötzen temporär eingemauert werden.
Alle können mitbauen und sich am zeitweiligen Verschwinden und Neu-sichtbar-Werden beteiligen.

Ein paar Eindrücke von der Performance am 19. und 20. Juni 2026. Danke an Garvin Dickhof.





